Wie Meditation dabei hilft, mehr Ruhe und Gelassenheit zu erfahren

Meditationskissen

Durch das regelmäßige Praktizieren von Meditation ist es möglich, Körper und Geist zu beruhigen. Man lernt, Einsicht in das eigene Erleben zu erlangen und Dinge aus einem gewissen Abstand zu betrachten. Mit Hilfe regelmäßiger Meditation ist unser Geist dann weniger sprunghaft und reaktiv und es ist uns möglich, ein inneres Gleichgewicht herzustellen und gelassener zu werden. Dies kann letztendlich zu einer erhöhten Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress und Belastungen beitragen.

 

Bei wissenschaftliche Untersuchungen wurde herausgefunden, dass sich nach Teilnahme am MBSR-Programm und täglicher 30 minütiger Meditation die grauen Zellen im Hippocampus von Teilnehmenden verdichtet hatten. Dieser Teil des Gehirns ist für Bewusstsein, Mitgefühl und Selbst-Einsicht zuständig. In Bilduntersuchungen zeigte sich zudem, dass die Dichte der Amygdala (Mandelkern) abgenommen hatte. Diese Hirnregion reagiert auf Stress und Angst. Durch das Praktizieren von Meditation im Rahmen eines Achtsamkeitstrainings wurde die Aktivität dieser Region reduziert. Außerdem wurde eine Stärkung des parasympathischen Körpersystems (Körperfunktionen, die eine beruhigende Wirkungen haben) sowie eine reduzierte Kortisolausschüttung (was eine verbesserte Immunabwehr zur Folge hat) festgestellt. In der Kontrollgruppe mit Probanden, die nicht am MBSR-Programm teilgenommen hatten, zeigten sich keine Veränderungen.

Weitere Informationen zu den Wirkungen von Achtsamkeitsmeditation finden Sie hier.


Was ist Meditation?

Meditation ist anders als wir denken. Es gibt unzählige Meditationsarten, die unterschiedlich praktiziert werden. Die Meditation, die wir innerhalb der Stressbewältigungskurse durchführen, ist die Achtsamkeitsmeditation. Bei dieser besonderen Meditationsform geht es nicht darum den Geist „leer“ zu machen. Wir versuchen auch nicht, Gedanken zu unterdrücken oder besondere Bewusstseinszustände zu erreichen.

 

Für die Meditation nehmen wir in der Regel eine aufrechte und entspannte Körperhaltung ein, schließen sanft die Augen und richten die Aufmerksamkeit auf unseren Atem. Dann werden wir nach einiger Zeit möglichweise feststellen, dass wir mit unserer Aufmerksamkeit abgeschweift sind und z.B. die Einkaufsliste für den nächsten Tag in Gedanken zusammenzustellen oder dass unsere Nase juckt. Nun geht es nicht darum, das irgendwie zu beurteilen, indem wir es als angenehm, neutral oder unangenehm bewerten. Stattdessen registrieren wir einfach, was gerade aufgetaucht ist und lassen z.B. die Gedanken weiter ziehen. Danach kommen wir wieder sanft zur Wahrnehmung des Atems zurück. Wir erleben dabei, dass alles Mögliche in unserem Geist auftaucht und auch wieder verschwindet, seien es Gedanken, Gefühle oder Körperempfindungen.


Eine kleine praktische Übung in Achtsamkeitsmeditation

Achtsamkeit Meditation kleine Buddha Statue
  • Nehmen Sie bitte für die nächsten drei Minuten eine aufrechte und entspannte Sitzhaltung ein.
  • Schließen Sie jetzt sanft die Augen. Nehmen Sie Ihren Atem wahr. Spüren Sie, wie die Atemluft in die Nasenlöcher ein- und wieder ausströmt.
  • Einfach den Atem in seinem natürlichen Rhythmus wahrnehmen, ohne ihn zu verändern oder zu korrigieren.
  • Wenn Sie in Gedanken abschweifen (z.B. Gedanken an die Vergangenheit), so registrieren Sie, sobald Sie dies bemerken, einfach den Gedanken und lassen ihn weiterziehen.
  • Kommen Sie danach wieder sanft zu Wahrnehmung des Atems zurück.

Welche Meditationsformen gibt es noch?

Meditation findet aber nicht nur auf dem Meditationskissen statt, sondern wird auch beim Body Scan und den Yogaübungen praktiziert. Der Body-Scan wird in der Regel im Liegen durchgeführt. Dabei werden der Körper und seine Empfindungen schrittweise wahrgenommen. Die Achtsamkeits-Yogaübungen sind  Meditation in Bewegung. Es geht weniger um den sportlichen Effekt, sondern wie beim Body-Scan, um das achtsame Wahrnehmen des Körpers und die Verbesserung des eigenen Körperbewusstseins. Aber natürlich tragen die Yogaübungen auch zur Kräftigung und Flexibilität unseres Körpers bei.

Ähnlich wie die MBSR Yoga-Übungen ist die Gehmeditation eine Art Meditation, bei der wir uns bewegen. Diese Meditationsform findet, wie der Name schon sagt, im Gehen statt. In der Regel gehen wir dabei langsam und achtsam und richten unsere Aufmerksamkeit auf die Körperempfindungen beim Gehen. Gleichzeitig verbinden wir dies mit der Aufmerksamkeit auf den Atem. Die Übung kann auch informell zum Trainieren der Achtsamkeit im Alltag durchgeführt werden.

 

Außerdem kann Achtsamkeitsmeditation in so gut wie jeder Situation im täglichen Leben angewandt werden. So sind kleine informelle Achtsamkeitsübungen im Alltag eine weitere Möglichkeit achtsames Gewahrsein in unser Leben einziehen zu lassen. Letztlich kann man nämlich alle Aktivitäten des täglichen Lebens achtsam ausführen, wenn man möchte. Achtsames Essen, achtsames Duschen oder achtsames Geschirrspülen sind da nur einige Beispiele. Während der Dauer des MBSR-Kurses werden wir neben den formellen Meditationsübungen auch in unserem Alltag üben, einige dieser Tätigkeiten auf eine achtsame Weise auszuführen. Wie gesagt: Meditation ist anders als wir denken.

Achtsamkeit: Wolken am Himmel über Köln
MBSR Start
Achtsamkeit: Ein Boot gleitet über den See
Achtsamkeit
Stressbewältigung: Butter auf dem Küchenboden
Stressbewältigung
MBSR Kursraum
Kurse & Termine

Alexander Hayn Lehrer für Stressbewältigung durch Achtsamkeit (MBSR)
Über mich
Achtsamkeits-Blog
Blog
Treppenhaus Aufgang links
Links
Achtsamkeit: Brunnen am Justizzentrum in Köln-Sülz
Anmeldung & Kontakt


Alexander Hayn Stressbewältigung durch Achtsamkeit (MBSR)